Futterkranzproben - Häufig gestellte Fragen

Stand: 03/24/2021
Wie lange dauert die Analyse einer Futterkranzprobe?
Unter der Voraussetzung, das kein erhöhtes Probenaufkommen vorliegt benötigen wir von Probeneingang bis zur Erstellung des Befundes (=Prüfbericht) ca. 10 Tage. In dieser Zeit werden die Proben
  • einer Eingangskontrolle unterzogen (ausreichendes Probenvolumen? Formulare lesbar und vollständig ausgefüllt?) und erfasst.
  • aufbereitet (Futter vom Wachs getrennt, Analysevolumen eingewogen, erhitzt um Fremdkeime zu eliminieren und auf Nährböden überimpft
  • sechs Tage im Wärmeschrank bebrütet
  • ausgewertet und Befunde (und Rechnungen) geschrieben
Wenn (harmlose) Fremdkeime nicht eliminiert werden können, ist eine Verdünnung der Proben und Wiederholung der Untersuchung notwendig. Das ist in ca. 15 bis 20% der Proben der Fall und führt zwangsläufig zu einer Verzögerung.
Aufgrund des derzeit sehr hohen Pobenaufkommens ist im Moment von einer Bearbeitungszeit von ca. 4 Wochen auszugehen.

Werden Imker über den Fortgang der Analysen informiert?
Ja, per eMail über Eingang der Probe und zusätzlich über Beginn der Analyse. Dazu muss aber die Mailadresse des Standbesitzers vorliegen und fehlerfrei (leserlich!) aus den Einsendeformularen erfasst werden können.

Warum stellt das Fachzentrum für Bienen und Imkerei nicht direkt die Seuchenfreiheitsbescheinigung aus?
Die Ausstellung der Bescheinigungen gemäß §5 der Bienenseuchenverordnung (Seuchenfreiheitsbescheinigung = "Gesundheitszeugnis") liegt alleine im Bereich der hoheitlichen Aufgaben der für die Bienenstände zuständigen Veterinärämter.

Was kann außer einem hohen Probenaufkommen zu einer verzögerten Bearbeitung bzw. verzögerten Übermittlung der Laborbefunde führen?
  • nach der Probenziehung verzögert sich der Versand an unser Labor z.B. durch beauftragte Dritte oder aber da der Probenzieher noch weitere Probeentnahmen bei anderen Imkern abwartet, um die Proben gebündelt einzusenden
  • unleserliche, schlecht zu entziffernde Eintragungen oder aber fehlende Angaben erfordern zusätzliche Recherchen, dies kann zu Verzögerungen führen
  • Probenmaterial in Tüten oder Gläsern muss zeitaufwendig in geeignete Probengefäße (Standard-Urinbecher - s.Foto) überführt werden, dies erfordert Mehraufwand und kann ebenfalls zu Verzögerungen führen
  • Lückenhafte, falsche oder schwer leserliche Adressangaben führen immer wieder dazu, dass Befunde als "unzustellbar" zu uns zurück gesandt werden


     drucken nach oben  zurück