Bei der Vermarktung von Weizen ist es gängige Praxis, die Backqualität mit dem Rohproteingehalt gleichzusetzen.
Weizenanbauer erhalten deshalb vom Handel häufig Preiszuschläge für höhere Rohproteingehalte.
Um hohe Rohproteingehalte zu erzielen, wird Stickstoff (N) in relativ hohen Mengen in mehreren Gaben aufgeteilt und zuletzt bis zum Ährenschieben oder sogar bis hin zur Blüte gedüngt.
Winterweizen wird auf mehr als einem Viertel der Ackerfläche in Rheinland-Pfalz angebaut, dabei besonders auch in Gebieten mit hoher Nitratbelastung des Grundwassers.
Aufgrund der ungünstigen N-Verwertung wegen der späten N-Düngung kann auch der Weizenanbau zur Nitratbelastung beitragen.
Daher gerät die gängige Praxis der Qualitätsbewertung von Backweizen nach dem Rohproteingehalt zunehmend in die Kritik.
Um Weizensorten zu finden, die bei geringerer N-Düngung und hoher N-Effizienz ebenfalls gute Backqualitäten erbringen, werden Anbauversuche (verschiedene Sorten bei unterschiedlicher N-Düngung) an mehreren Standorten in Rheinland-Pfalz angelegt. Die Ernteprodukte werden auf die N-Verwertung und die Backqualitäten untersucht.
Die aus diesen Versuchen resultierenden Weizensorten sollen mit N-effizienten Düngeempfehlungen in den Weizenanbau integriert werden.
Zielsetzung ist außerdem, die Qualitätsbewertung stärker an der Sorte als an dem Kriterium „Rohprotein“ zu orientieren.
Das Vorhaben wird ab der Herbstaussaat 2017 bis zur Ernte im Jahr 2019 durchgeführt.
Finanzielle Unterstützung erfolgt durch die Europäische Union und das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau.


Download: BONA Poster 11-2016.pdf (132 KB)



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