Schwefel ein Hauptnährstoff - Mangelsymptome

Stand: 11/06/2009
Autor: Stefan Ernert, DLR Westerwald-Osteifel


Die Düngung von Schwefel wird sehr oft vernachlässigt und immer häufiger sind an den Kulturpflanzen Mangelsymptome zu beobachten.
Mangel zeigt sich in einer Aufhellung, meist der jüngeren Blätter. Die Blattadern bleiben zunächst noch dunkler grün als das umgebende Gewebe, bevor sie sich ebenfalls chlorotisch aufhellen.
Bei Stickstoffmangel hellen sich zuerst die älteren Blätter auf, weil Stickstoff in der Pflanze besser mobilisierbar ist.

Raps: Bei jüngeren Blättern kommt es - evtl. bereits im Herbst - zu Aufhellungen der Blattflächen zwischen den Adern sowie zu Rotviolettverfärbungen vom Blattrand her, ebenso zu löffelförmigen Verkrümmungen.
Die Pflanzen kümmern und die klein bleibenden Blütenblätter färben sich weißlich-gelb. Der Schotenansatz ist unvollständig.

Getreide, Mais, Gräser: Die jüngeren Blätter sind aufgehellt und später evtl. rotviolett, die älteren Blätter bleiben dunkel.
Die Pflanzen kümmern. Bei Mais geringer Kornbesatz mit fahlgelben Körnern.

Rüben: Vergilbung der Blätter, die sich löffelförmig verkrümmen können.

Die Qualität der Ernteprodukte wird durch S-Mangel beeinträchtigt, bevor Mangelsymptome sichtbar sind.
Die N-Verwertung der Pflanze wird durch S-Mangel vermindert, was zu geringen Eiweißgehalten, einer geringen Volumenausbeute von Qualitätsweizen oder höheren Nitratgehalten im Grundfutter oder Gemüse führen kann.





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