Qualität des Pferdefutters

Stand: 09/03/2010 12:00:00 AM
Einleitung:


Die Qualität der in der Pferdehaltung eingesetzten Futtermittel hat einen großen Einfluss auf die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit der Pferde. Bei minderwertiger Qualität sind Erkrankungen insbesondere des Verdauungstraktes und des Atmungsapparates nicht auszuschließen. Die zum Teil extrem hohen Belastungen mit produkttypischen und Verderb anzeigenden Bakterien, Hefen, Schimmel- und Schwärzepilzen sind erschreckend. Der nachfolgende Bericht ist der Beginn einer Bestandsaufnahme mit praktischer Ursachenbestimmung und einem deutlichen Appell an Pferdehalter und Landwirte, sorgsamer mit Futtermitteln für Pferde umzugehen.


Projekt/Versuchsaufbau:


Das Landesprojekt „Qualität des Pferdefutters“ ist ein Monitoring der mikrobiellen Belastungen der Futtermittel Heu (1. Schnitt), Heulage (1. Schnitt), Stroh und Hafer in 15 unterschiedlichen Betrieben mit mehr als 10 Pferden in Rheinland-Pfalz. In den Protokollen der untersuchten Futtermittel, die auch der jeweilige Pferdehalter erhalten hat, sind zudem besonders häufig vorkommende Indikatorkeime aufgeführt. In der LUFA (Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt) in Speyer wurden zunächst im Juni 2008 Proben aus dem relativ schlechten Heujahr 2007 untersucht. Dabei handelte es sich um Heu-Rundballen. Bei den 15 untersuchten Heuproben handelte es sich um oben aus dem Kern von 10 Rund- und 5 Quaderballen.


Ergebnisse:


Pferdehalter wissen oft wenig über die Futtermittel, die sie ihren Pferden vorlegen. Zentrale Aussage des Landesprojektes Qualität des Pferdefutters ist: Heu, Stroh und Hafer sind mit stark überhöhten Keimgehalten belastet. Weitere toxikologische Untersuchen müssen zeigen in wie weit die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Pferde gefährdet sind. Die Produktion dieser Futtermittel ist oft ungünstiger Witterung ausgesetzt. Die hohen Gehalte der festgestellten Bakterien, Hefen, Schimmel- und Schwärzepilze offenbaren jedoch auch Defizite der fachgerechten Produktionstechnik und der Sorgfalt bei der Lagerung. In Wetter bedingt unsicheren Heujahren oder bei fehlenden, geeigneten Lagerkapazitäten wird die Gewinnung von Heulage für Pferde mit äußerst geringen Keimbelastungen an Bedeutung gewinnen.



Download: 3_Abschlussbericht_Mikrobiologie.pdf (324 KB)



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