Aufgaben der Abteilung Landwirtschaft




Im Dienstleistungszentrum ländlicher Raum (DLR) Westpfalz sind in der Abteilung Landwirtschaft die landwirtschaftliche Offizialberatung, die Ernährungsberatung, das Versuchswesen in der Tierhaltung und im Pflanzenbau und die Umsetzung der in Landeshoheit durchzuführenden tierzüchterischen Aufgaben angesiedelt.

Die Beratung im Bereich der Landwirtschaft beschränkt sich seit der Agrarverwaltungsreform vom Herbst 2003 auf die produktionstechnischen Bereiche in der pflanzlichen und tierischen Erzeugung. Die Basis hierfür stellen praxisorientierte Versuche und Projekte aus den Arbeitsbereichen dar. Die Kooperation mit dem Hofgut der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Neumühle des Bezirksverbandes Pfalz ist im Bereich der Tierhaltung neben den umfangreichen Futteruntersuchungen die wesentliche Voraussetzung für die Erfüllung dieses Aufgabengebietes.

Der Beratungsbezirk für die Aktivitäten der Gruppe 621 "Tierhaltung und Ernährung" bringt den Bediensteten im Bereich der landwirtschaftlichen Tierhaltung ein flächenmäßig sehr großes Arbeitsgebiet Die räumliche Ausdehnung erstreckt sich über den rheinland-pfälzischen Teil des Rheintales von Landau bis Boppard und über die landwirtschaftlich wichtigen Regionen von Rheinhessen, Nahe-Hunsrück und der Pfalz. Die bedeutendsten Tiergruppen sind Rinder und Schweine, aber auch Pferde- und Schafhalter werden mit versorgt. Die Geflügelhaltung in bäuerlichen Familienbetrieben stellt zahlenmäßig in diesem Beratungsbezirk eine untergeordnete Rolle dar.

Die wesentliche Aufgabe der Ernährungsberatung am DLR Westpfalz ist wie in den anderen Dienstleistungszentren auch, einen maßgeblichen Beitrag zur Ernährungsaufklärung zu leisten.

Der Beratungsbedarf, gleich ob er aus Kindergärten oder Schulen kommt, wird von den Beratungskräften betreut. Die Beratungsregion erstreckt sich auf die Kreise Kaiserslautern, Donnersberg, Kusel, Süd-West-Pfalz sowie die kreisfreien Städte Zweibrücken, Pirmasens und Kaiserslautern.

Den gleichen Beratungsbezirk deckt die im Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum(DLR) Westpfalz ansässige pflanzenbauliche Beratung ab. Die Gruppe 621 "Pflanzenbau" steht den Landwirten in allen wichtigen landwirtschaftlichen Kulturen mit Versuchsergebnissen und den darauf aufbauenden Ratschlägen zur Seite. Die aufgabenreichsten pflanzenbaulichen Teilbereiche sind die Fragen der Sortenwahl, Düngung und Pflege der Bestände mit den heute gängigen Methoden. Die Fragen der Agrartechnik der Außenwirtschaft werden ebenfalls in dieser Arbeitsgruppe erörtert und zugunsten der Landwirte behandelt. Auch die Lagerung der ackerbaulichen Erzeugnisse wird inhaltlich in diesem Team mit bearbeitet.

Die landesweite Beratung der Pferdehalter wird in Nachfolge des Landgestütes Zweibrücken vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum(DLR) Westpfalz fortgeführt. Zwar ist die Pferdehaltung nicht mehr wichtigster Bestandteil landwirtschaftlicher Betriebe, jedoch werden in vielen kleinen Haltungseinheiten Pferde zum Reitsport und zur Freizeitgestaltung betreut. Das war und ist unter anderem ein Garant für eine kontinuierliche Zuchtarbeit im Lande. Damit wird im Land Rheinland-Pfalz ein großer Dienst zur Förderung des Reit- und Fahrsportes geleistet. Die züchterische Verbesserung der bei uns ansässigen Pferdepopulation kann nachhaltig positiv beeinflusst werden.

Die Gruppe "Tierzucht und Qualitätsprüfung" (622) beschäftigt sich vorrangig mit der vererblichen und damit genetisch bedingten Veränderung von Qualitäts- und Leistungsmerkmalen und der daraus resultierenden Zuchtwertfeststellung. Sie hat das Ziel, die gesamte Breite der Landestierhaltung zu verbessern und Qualitätsanforderungen zu stabilisieren, Gesundheitsaspekte züchterisch zu verankern und ökonomisch wichtige Merkmale weiter zu entwickeln. Das Ergebnis dient dem Schutz des Verbrauchers, der sich als Konsument von Nahrungsmitteln und von landwirtschaftlichen Vorleistungen wiederfindet. Nach dem Tierzuchtgesetz müssen die meisten landwirtschaftlichen Elterntiere, bevor sie zur Zucht eingesetzt werden dürfen, genetisch beurteilt werden, damit die nächste Generation eine möglichst hohe Sicherheit im Hinblick auf die Vererbung von qualitativen und quantitativen Merkmalen mitbringen kann. Auch die Leistungsbereitschaft unserer landwirtschaftlichen Nutztiere konnte und kann durch die konsequente und zielorientierte Arbeit immer noch ausgebaut werden, da vor allem die mathematisch statistischen Verfahren in den letzten drei Jahrzehnten mit der einhergehenden Entwicklung im EDV-Bereich zu gänzlich neuen Zuchtwertschätzmethoden geführt hat. Damit dies durchführbar ist, müssen wissenschaftlich ausgebildete Fachkräfte diese Aufgaben wahrnehmen. Die wichtigsten Arbeitsgebiete sind bei den landwirtschaftlich bedeutendsten Produkten Milch und Fleisch zu suchen.

Die Prüfungen finden sowohl in den landwirtschaftlichen Betrieben, auf dem Schlachthof, in der Molkerei, beim Transport und auch im hiesigen Labor statt.






Gerhard.Stumm@dlr.rlp.de     www.DLR-Westpfalz.rlp.de drucken nach oben